Ich hatte seit ich denken kann immer Tiere – Wellensittich, Hamster, Meerschweinchen, mongolische Rennmäuse und einen Yorkie. Nachdem wir diesen nach 17 Jahren aus Altersgründen einschläfern mussten, haben wir uns geschworen: Nie wieder! Die Trauer und der Verlust waren einfach zu groß.
Nach meiner Erkrankung wuchs allerdings der Wunsch, wieder etwas zum „Päppeln“ zu haben, ins Unermessliche. Nein, kein Hund, aber vielleicht so einen Wellensittich? Und da mein Mannitou alles für sein krankes Frauchen tut, bekam diese die Zusage für ein Vögelchen. Hmmm, Vögel soll man aber mindestens zu zweit halten und da wir für artgerechte Haltung sind, wurden es eben zwei – Goldie (im Bild ganz rechts) und Knaxie (ganz links). Man, war das herrlich, ihnen beim Spielen und Putzen zuzusehen. Schlagartig wurden meine Attacken besser, die Zeitabstände größer.
Habt Ihr gewußt, das Wellenittiche Schwarmtiere sind? Ja klar, das wissen ja nun wirklich die meisten. Und Ihr gebt mir sicher recht, das ein Schwarm mindesten drei Tiere sind, ge? Da aber bei einer ungerechten Zahl der Streit vorprogrammiert ist, sollten es dann doch lieber 4 sein. Schwupps, und schon zogen Sammy (2. von rechts) und Flocke (2. von links) bei uns ein.

4 Fliegende Ärzte: Knaxie, Flocke, Sammy und Goldie
Am Anfang war alles heile, aber als dann alle „aufgetaut“ waren, ging des Gezwitscher los und mein Mann war kurz vorm Durchdrehen. Mehrmals wurde seinerseits gaaaanz leise angefragt, ob es nicht vielleicht einen Weg gäbe, wieder Ruhe ins Wohnzimmer zu bringen. Nein, es sei denn, man gäbe sie weg … Alleine bei dieser Vorstellung kam eine Attacke. Und eigentlich ist es auch nicht unsere Art, Tiere „wegzugeben“. Also machte mein Mann gute Miene zum bösen Spiel und kaufte sich Oropax (das ist eben wahre Liebe).
Doch dann ein Wink des Schicksals: Unsere jüngste Tochter fand in Bayern Arbeit und siedelte um. Jetzt stand ihr Zimmer frei, ein herrliches Vogelzimmer. Ich konnte meine Vögelchen behalten und wenn es meinem Mann zu viel wird, machen wir einfach die Tür zu – ideal.
Natürlich tat und tut es uns weh, jetzt sooo kinderlos zu sein, wir vermissen unsere 2 Töchter sehr. Aber die Kleine hat uns ja noch eine liebe Erinnerung zur Pflege überlassen – Thor. Thor ist ein Löwenkopfzwergkaninchen und ein richtiger Kampfhase (bissiger wie damals unser Hund), er mag keine Artgenossen, die werden sofort angegriffen – wie auch so manch Zweibeiner, der zuviel riskiert. So lebt er mit im Vogelzimmer, hat dort seinen Auslauf und wird von „Mama“ und „Papa“ betüttelt.

Thor - ein ganz Flinker
Sicher fragt Ihr Euch; Und warum erzählt sie uns das jetzt? Einfach, weil genau diese 5 zu meinem Wohlbefinden erheblich beigetragen haben und außerdem ist das nur das Vorwort für morgen …
Wohlbefinden: sehr gut